Frachtschiff am Hafen

Herausforderungen und Lerneffekte der letzten Monate – Interview mit Helmut Fabian Kretschmer, Paul M. Müller GmbH

Hamsterkäufe und leere Regale auf der einen, Lockdown und geschlossene Läden auf der anderen Seite. Die Ereignisse in der letzten Zeit haben die Wirtschaft auf eine harte Probe gestellt. Wir haben mit Helmut Fabian Kretschmer, Geschäftsführer der Paul M. Müller GmbH, über die Herausforderungen und Lerneffekte der letzten Monate gesprochen.

Das mittelständische und konzernunabhängige Unternehmen importiert seit mehr als 60 Jahren Obst-, Gemüse-, Fisch- und Fleischkonserven aus der ganzen Welt. Kunden sind Groß- und Einzelhandelshäuser sowie Handelspartner der Lebensmittelindustrie. Seit ein paar Jahren unterstützt die Branchenlösung agilesTrade die Paul M. Müller GmbH unter anderem bei Planung, Qualitätsmanagement, Zertifikatsverwaltung oder Long-Short-Analysen.

Helmut Fabian Kretschmer

 

 

 

Helmut Fabian Kretschmer,

Geschäftsführer von Paul M. Müller

»Die Lieferketten sind robust«

Wir hoffen, Ihnen und den Mitarbeitern der Paul M. Müller GmbH geht es gut. 

Wir sind Gott sei Dank alle gesund, aber die Corona-Pandemie hat uns bei Paul M. Müller fest im Griff.

Wie sind Sie denn durch die letzten Monate gekommen?

Wir hatten einen starken Umsatzeinbruch und es wird noch lange dauern, bis wir wieder auf Normalbetrieb umschalten können. Da wir vor allem im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung arbeiten, haben uns die Hamsterkäufe nicht geholfen. Zudem arbeiten Kantinen und Schulverpfleger aufgrund der Pandemie bzw. der Hygienevorschriften weiterhin nicht – oder aber nur sehr eingeschränkt.

War Ihre Lieferkette betroffen?

Wir hatten am Anfang große Angst, dass wir nicht an notwendige Dokumente für Überseecontainer kommen. Es hat sich jedoch gut eingependelt. Wir stellen fest, dass die Lieferketten erstaunlich robust waren und sind.

Haben Sie die eingeschränkte Warenverkehrsfreiheit innerhalb der EU durch die Einführung neuer Grenzkontrollen zu spüren bekommen?

Nein. Jedoch stiegen und steigen die Frachtpreise für den EU-Fernverkehr – aber nicht wegen der Grenzkontrollen, sondern wegen des gestörten Rundlaufs.

»Smart Working hat sich bei uns etabliert«

Mit welchen Sofortmaßnahmen haben Sie in Ihrem Unternehmen reagiert?

Wir haben Kurzarbeit eingeführt und unser Geschäft heruntergefahren, dadurch kommen wir mit einem blauen Auge durch die Krise.

Wie helfen Ihnen Ihre digitalen Prozesse bei der Bewältigung der Herausforderungen? Nutzen Sie beispielsweise Microsoft Teams oder andere Tools zur Kommunikation und Zusammenarbeit?

Insbesondere Microsoft Teams war und ist ein hilfreiches Tool. Ich lerne tägliches Neues über Teams und bin begeistert. Ich glaube, Microsoft ist mit seiner Vielzahl von Apps auf einem sehr guten Weg und es macht einfach Spaß.

Gibt es bereits Erkenntnisse aus den letzten Monaten, die Sie dazu veranlassen, Ihre Prozesse auch in Zukunft weiter zu transformieren?

Smart Working hat sich bei uns etabliert. Jedoch haben wir noch einen weiten Weg bei der Digitalisierung zu gehen. Man lernt nie aus.

Vielen Dank für das Gespräch mit Ihnen, Herr Kretschmer. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute. 

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