agiles Team

Programmierer? Was sind das eigentlich für Menschen?

…das sind doch alles Nerds, ganz spezielle Typen jedenfalls, sozial inkompetent, schüchtern, blass, männlich und führen ein Leben in ihrem eigenen Mikrokosmos…

Das sind die Gedanken und Vorurteile, die selbst mir als Programmiererin sofort in den Kopf kommen, wenn ich das Wort Programmierer höre. Höchste Zeit, mit diesen Klischees aufzuräumen.

Wencke Zimmermann agiles




Wencke Zimmermann arbeitet seit 2007 im Bereich
Softwareentwicklung und Support bei agiles.

Anlässlich des Tags des Programmierers am 12. September 2020 haben einige Kollegen bei agiles spannende Insights gegeben, wie genau sie dazu gekommen sind, Programmierer zu werden. Wencke Zimmermann arbeitet bereits seit über 10 Jahren bei agiles im Bereich Softwareentwicklung und Support. Im Folgenden könnt ihr in einem kleinen Q&A mehr über Wencke und ihren Weg zum Programmieren lesen.

In welchem Jahr hast du angefangen zu programmieren? 

2004, im Alter von 22 Jahren – meine schulische Laufbahn war doch etwas holpriger als erwartet.

Studium im Bereich Informatik? 

Nein, habe ich nicht. Ich wollte direkt nach dem Abitur etwas Praktisches machen.

Ausbildung im Bereich Informatik? 

Ja, ich habe 2004 nach dem Abitur eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung bei einem Microsoft-Partner gestartet und 2007 erfolgreich abgeschlossen.

Erster Kontakt zur Informatik? 

1992 im Alter von 10 Jahren, als mein Vater unseren ersten PC aus seiner damaligen Anstellung mit nach Hause gebracht hat. BIOS, MS-DOS, dBASE, erste Betriebssysteme wie Windows 3.1 und Treiber installieren, das war meine „Love at First Sight“.

Wolltest du schon immer Programmierer werden?

Natürlich wollte auch ich als Kind, wie so viele andere Mädchen gemäß Poesiealbum, immer Tierärztin, Pferdepflegerin oder Krankenschwester werden 😉. Dass ich beruflich in die IT-Welt wollte, war mir aber eigentlich schon recht früh klar, da ich mich stundenlang mit IT-Problemen auseinandersetzen konnte und komplett alles um mich herum vergaß.

Wie kam es dazu, dass du Programmiererin geworden bist?

Ursprünglich wollte ich eher klassisch eine Ausbildung als IT-Systemkauffrau machen, habe aber keine passende Lehrstelle gefunden. Heute weiß ich, dass das auch gut so war. Bei einem Termin beim Arbeitsamt wurde mir spontan ein Betrieb genannt, der noch kurzfristig einen Azubi suchte, aber als Anwendungsentwicklerin, kurzum Programmiererin. Ich hatte in diesem Bereich keinerlei Erfahrung. Mathematisch gesehen strebte der Erfahrungswert gegen 0.

Beim Vorstellungsgespräch für meinen Ausbildungsplatz habe ich auch genau das angebracht. Aber ich denke, dass mein Ehrgeiz, meine Liebe zu logischem Denken und mein fester Wille überzeugt hat, dass ich Programmieren lernen wollte. Es wurde sogar als Vorteil gesehen. „So können wir dich von der Pike aus genau so anlernen, wie wir es brauchen“. Dass ich eine Frau bin, war nie ein Thema. Weder für mich noch für meine Arbeitgeber.

Wencke an ihrem Arbeitsplatz
Was magst du besonders an Programmierung?

Gedanken und Ideen, die auf Papier entstehen, zu etwas Lebendigem und Sichtbarem zu machen. Es gibt nur richtig oder falsch. 1 und 0. Es gibt also, was das Endergebnis einer Programmierung angeht, nur wenig Diskussionsgrundlage. Nicht so wie früher im Deutschunterricht. Ich hasste immer derartige Diskussionen, Aufsätze zu Kafka und Interpretationen, ich unterhalte mich lieber konstruktiv über Fakten. Daher ist die Informatik mein Zuhause geworden.

Jeder Programmierer hat seine eigene Handschrift, seine eigenen Gedanken und Lösungswege. Es gibt also auch die Komponente der Kreativität und Individualität. Der Austausch im Team ist daher unerlässlich. Einzelkämpfer können in dieser Branche nur schwer überleben. Ich sehe mich mehr als kreativen Erfinder, der es liebt, gedankliche Konstrukte zu visualisieren und daraus nützliche Tools zu entwickeln, die Menschen dabei helfen, ihre Aufgaben besser, genauer und effizienter zu erledigen.

Was motiviert dich an deiner Arbeit als Programmierer? 

Menschen zu helfen und ihren Arbeitsalltag zu vereinfachen – womit wir wieder bei den ersten Jobvorstellungen aus den Poesiealben wären. Manchmal gelingt es einem sogar im Leben, Träume und Realität miteinander zu verbinden. Auch wenn bei mir das Schicksal mitentschieden hat. Dafür bin ich sehr dankbar.

Gemeinsam die beste Lösung zu finden, macht einen guten Programmierer aus.

Vielen Dank, Wencke, für diesen spannenden Beitrag über deinen Weg zum Programmieren.

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