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Was ich bei der App-Entwicklung gelernt habe – Interview mit agiles Software-Entwickler Sebastian Heider

Seit Mitte April gibt es agilesWorkflow als App in Microsoft AppSource. Entwicklung, Beratung und Marketing haben eng zusammengearbeitet, um diesen Meilenstein zu erreichen. Wir haben mit Sebastian Heider, Software-Entwickler und Berater bei agiles, über seine Erfahrungen bei der App-Entwicklung gesprochen.

Sebastian Heider

 

 

Sebastian Heider arbeitet seit 2009 als

Software-Entwickler und Berater bei agiles.

»Die neue Welt ist vom Umstieg auf Apps geprägt«

Vorneweg: was ist agilesWorkflow überhaupt?

agilesWorkflow ist eine Software-Lösung, mit der Unternehmen aus jeder Branche komplexe Geschäftsprozesse vereinfachen können. Mit agilesWorkflow können zum Beispiel wiederkehrende Arbeitsabläufe automatisiert werden. Außerdem behalten Sie mit agilesWorkflow den Überblick über alle Aufgaben, beispielsweise durch E-Mails über deren aktuellen Status. Unsere Lösung unterstützt Sie also bei der Verwaltung, Vereinfachung, Priorisierung und Automatisierung von Aufgaben – ab sofort auch als App.

Die Entwicklung der agilesWorkflow-App ist Teil eines größeren Projekts. Kannst du kurz zusammenfassen, worum es bei diesem Projekt geht?

Seit der Unternehmensgründung 1989 hat sich die IT in rasantem Tempo weiterentwickelt. agiles ist dabei immer am Puls der Zeit geblieben. Aktuell stehen wir an einem wichtigen Wendepunkt. Die neue Welt ist vom Umstieg auf Apps geprägt. Daher arbeiten wir daran, unsere Softwarelösungen im Web-Client anzubieten. Die Entwicklung von agilesWorkflow als App war ein wichtiger Teilerfolg auf unserem Weg in diese neue Welt.

Wie genau sah die Projektplanung aus?

Wir haben uns im November zusammengesetzt und einen Masterplan erarbeitet. Ungefähr zur selben Zeit haben wir von dem Accelerator-Programm erfahren, das Microsoft-Partner auf dem Weg in AppSource unterstützt. Wir hatten das Glück, in das Programm aufgenommen zu werden. Am 23. Dezember haben wir die Verträge unterschrieben. Im neuen Jahr haben wir uns für agilesWorkflow entschieden und mit der Entwicklung begonnen.

Gab es eine Deadline?

Ja. Wir hatten die Vorgabe, bis Mitte Mai mit agilesWorkflow in AppSource zu sein. Zur Vorsicht haben wir einen zeitlichen Puffer eingebaut und uns als Deadline Mitte April gesetzt. Damit sind wir gut im Zeitplan geblieben.

»Innerhalb kürzester Zeit sehr viel Neues lernen«

Der Zeitplan war also ziemlich straff, oder?

Ja, das war schon sportlich. Umso wichtiger war es, sehr gut organisiert zu sein. Wir haben einen Zeitplan entwickelt, der immer in zwei-Wochen-Sprints eingeteilt war. Für die zweiwöchigen Phasen gab es dann jeweils bestimmte Teilaufgaben, die erledigt werden mussten. So haben wir uns Schritt für Schritt unserem Ziel genähert.

Abgesehen vom Zeitdruck, welche anderen Herausforderungen galt es zu meistern?

Es gab relativ strenge Vorgaben von Microsoft hinsichtlich Entwicklung und Marketing. Neben der App müssen ja zum Beispiel auch eine Benutzerdokumentation und Testautomatisierungen in das AppSource-Portal hochgeladen werden. Wenn man diesen Prozess zum ersten Mal durchläuft, ist das schon aufregend. Dazu kam, dass Microsoft selbst noch in der Findungsphase steckt und sich die Anforderungen auch zwischendrin noch geändert haben.

Und welche Herausforderungen gab es speziell auf der technischen Ebene?

Bei der Umstellung auf die Cloud muss viel berücksichtigt werden. Zum Beispiel gibt es dort keine Laufwerke und kein Dateisystem mehr. Man kann Dateien also nicht mehr einfach anhängen. Außerdem konnten wir den Code für die App nicht mehr gemeinsam auf dem Server entwickeln, sondern mussten lokal arbeiten. Um trotzdem gemeinsam entwickeln zu können, mussten wir eine ganz neue Infrastruktur aufbauen.

Das klingt nach einer Menge.

Ja. Dazu kam, dass wir uns auch noch auf eine neue Programmiersprache umstellen mussten. Es gab also sehr viele Prozessänderungen und wir mussten innerhalb kürzester Zeit sehr viel Neues lernen.

Ausschnitt-Startseite-agilesWorkflow

Rollencenter der agilesWorkflow-App.

»Kein Inselwissen aufbauen«

Wie stellt ihr bei so vielen Änderungen sicher, dass alle auf dem neusten Stand bleiben?

Uns ist es sehr wichtig, kein Inselwissen aufzubauen. Die Erfahrungen, die wir jetzt bei der App-Entwicklung gemacht haben, möchten wir an alle weitergegeben. Auf den Weg in die neue Welt wollen wir alle im Team mitnehmen. Dabei spielt der Wissenstransfer eine entscheidende Rolle.

Wie gewährleistet ihr den Wissenstransfer?

Learning by doing funktioniert unserer Erfahrung nach immer am besten. Daher soll in Zukunft jeder Entwickler an der Gestaltung einer App mitgewirkt haben. Wir werden uns so abwechseln, dass immer ein Erfahrener dabei ist, der sein Wissen direkt weitergeben kann.

Wie hast du die Zusammenarbeit im Team erlebt?

Der Team-Zusammenhalt war super. Natürlich sind wir Entwickler uns auch mal konstruktiv in die Haare gekommen. agilesWorkflow ist bislang in meinen Zuständigkeitsbereich gefallen. Hier Arbeit abzugeben und anderen freie Bahn beim Code zu lassen, war nicht ganz einfach für mich. Da hieß es Kompromisse machen, z. B. was die Codeverwaltung und die Programmierweise anbelangt.

»Das funktioniert jetzt einfach, wie von Zauberhand«

Was ist dir persönlich schwergefallen?

Wir hatten sehr viele Ideen für die App. Aufgrund des straffen Zeitplans mussten wir aber irgendwann eine Grenze ziehen. Um rechtzeitig fertig zu werden, mussten wir also manche Zöpfe abschneiden. In die zweite Version werden wir diese neuen Funktionen aber einbauen. Jetzt geht die Entwicklung auch ein bisschen schneller, weil wir bereits alles online haben.

Was hast du als bereichernd empfunden?

Die enge abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zum Beispiel. Das Marketing war für mich eigentlich immer eine Blackbox. Jetzt gab es da auf einmal viel mehr Berührungspunkte. Wir haben unter anderem für die Benutzerdokumentation sehr eng zusammengearbeitet. Dadurch habe ich ganz neue Perspektiven kennen gelernt. Das war ein großer Benefit. Auch die App-Entwicklung hat viel Spaß gemacht.

Auf welche Entwicklung bist du denn besonders stolz?

Auf den Umbau des Funktionsaufrufsservers. Das ist das Kernstück vom agilesWorkflow-Modul, das zeitgesteuert prüft, ob z. B. Debitoren oder Artikel angelegt wurden und dann einen Workflow dafür einrichtet. Das auf die Cloud umzustellen, war technisch sehr anspruchsvoll. Wie viel Arbeit es gekostet hat, das Ganze zum Laufen zu bringen, sieht man im Nachhinein gar nicht mehr. Das funktioniert jetzt einfach, wie von Zauberhand.

»Wir möchten noch mehr Apps anbieten«

Wie lange hat die Publikation der agilesWorkflow-App gedauert?

Zwischen dem ersten Hochladen in das Portal und der erfolgreichen Publikation lagen drei bis vier Wochen. Nach dem Hochladen wird die App zunächst vier Stunden lang automatisch getestet. Auf die automatischen Tests folgt dann noch eine manuelle Prüfung der App.

Ist der Prozess der Publikation reibungslos gelaufen?

Nicht ganz. Am Anfang haben wir die automatischen Tests nicht bestanden, weil die App noch nicht mit einem Zertifikat signiert war. Nach ein paar Anläufen hat aber alles geklappt. Mitte April kam schließlich die Mail, dass die App alle Tests bestanden hat und in AppSource publiziert wird.

Wie sieht das weitere Vorgehen aus? Welche nächsten Schritte sind geplant?

Wir möchten noch mehr Apps anbieten. Momentan arbeiten wir an mehreren Projekten gleichzeitig. Zum einen entwickeln wir mit Settlement Systems eine App für die Abrechnung des Inverkehrbringens von Waren. Zum anderen sitzen wir auch an der Entwicklung von Micro-Apps, die einzelne Funktionen der agilesWorkflow-App abdecken, wie zum Beispiel die Stammdatenanlage.

»Wir hatten eine steile Lernkurve«

Wie lautet dein persönliches Zwischenfazit nach der erfolgreichen Veröffentlichung der agilesWorkflow-App?

Wir hatten eine steile Lernkurve. Nicht nur, was Neuerungen im technischen Bereich angeht, sondern auch in Bezug auf die Strukturierung von Arbeitsabläufen. Jetzt ist es wichtig, dranzubleiben und alle in die neue Welt mitzunehmen. Die App-Entwicklung hat Spaß gemacht, aber auch viel Arbeit bedeutet. In Zukunft sollte das aber leichter gehen, da wir auf unseren Erfahrungsschatz aufbauen können. Alles in allem freue ich mich sehr, dass wir es geschafft haben.

Wir bedanken uns bei Sebastian Heider für dieses spannende Interview und wünschen ihm weiterhin viel Spaß und Erfolg bei der App-Entwicklung.

Damit Sie sich selbst von der agilesWorkflow-App überzeugen können, bieten wir eine 30-tägige kostenlose Testversion für drei Nutzer an. Hier finden Sie uns in App-Source.

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