ElektroG 2018: Neue Auflagen für Händler und Hersteller

Umweltauflagen erstrecken sich 2018 auf mehr Segmente als zuvor

Elektro- und Elektronik-Altgeräte stellen in der EU einen der am größten wachsenden Anteile an Abfällen dar. Laut der EU-Komission wird die Menge bis 2020 auf mehr als 12 Millionen Tonnen ansteigen, wohingegen die Menge im Jahr 2005 noch bei ca. 9 Tonnen lag. Um mit diesen Abfällen richtig umzugehen, wurde das Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG) – auch WEEE Richtlinie genannt – eingeführt, das sich mit der umweltgerechten Entsorgung alter und kaputter Geräte befasst.

Das ElektroG regelt unter anderem auch alle Pflichten für Händler und Hersteller. So gilt beispielsweise seit Juli 2016, dass alle Händler für Elektro- und Geräteelektronik mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche bzw. Lager- und Versandfläche, Elektro- und Elektronikgeräte zurücknehmen müssen. Hersteller und Vertreiber von Elektro- und Elektronikgeräten müssen sich nun auf Änderungen einstellen. Ab dem 15. August gelten neue Regelungen für alle elektrischen und elektronischen Geräte, die nicht explizit ausgeschlossen sind. Registrierungen in den neuen Gerätearten sind bereits seit dem 1. Mai 2018 möglich.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Die bisherigen zehn Gerätekategorien werden durch sechs neue ersetzt:

Kategorie 1: Wärmeübertrager
Kategorie 2: Monitore und Geräte, die Bildschirme mit einer Oberfläche von mehr als 100 Quadratzentimetern enthalten
Kategorie 3: Lampen
Kategorie 4: Geräte, bei denen mindestens eine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt (Großgeräte)
Kategorie 5: Geräte, bei denen keine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt (Kleingeräte)
Kategorie 6: kleine Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik, bei denen keine der äußeren Abmessungen mehr als 50 Zentimeter beträgt

  • Es gilt der offene Anwendungsbereich „Open Scope“ des ElektroG: alle elektrischen und elektronischen Geräte und Produkte fallen in diesen Anwendungsbereich, wie zum Beispiel auch verstellbare Schreibtische oder Textilien, die mit integrierten Leuchtdioden ausgestattet wurden.

 

  • Alle Händler sowie Hersteller sind verpflichtet, ihre elektronischen Produkte vor dem Verkauf in Deutschland bei der zuständigen Behörde zu registrieren und ihre verkauften Geräte bei der zuständigen Behörde zu melden. In Deutschland ist hierfür die Stiftung Elektro-Altgeräte Register(ear) zuständig.

 

  • Bei Missachtung dieser neuen Verpflichtungen drohen Sanktionen (Bußgelder bis zu 100.000 Euro) oder Abmahnungen von Wettbewerbern.

Die neuen Regelungen sind teilweise komplex und der Registrierungsprozess sehr aufwendig. Deshalb sollten sich Hersteller und Händler zeitnah mit den neuen Regelungen vertraut machen.

 

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